Migräne und Kopfschmerzen alternativ osteopathisch behandeln?

Laut Dr. T. Flöter aus dem Schmerzzentrum in Frankfurt leiden 8 Mio. in Deutschland lebende Menschen unter Kopfschmerzen und Migräne.

Die Schulmedizin kann bei den meisten Betroffenen keinen organischen Befund sichern, oftmals befindet sich die Ursache im „funktionellen Bereich“. Da auch die modernste diagnostische Apparatur keine strukturelle Störung nachweisen kann, nimmt man häufig an, Kopfschmerzen seien psychosomatischer Natur. Das wirkt sich auf die Betroffenen zusätzlich belastend aus.

Doch wie kann die Osteopathie an dieser Stelle alternativ zur klassischen Medizin helfen? Die osteopathische Medizin erfasst funktionelle Störungen, die mit der Medizintechnik nicht auffindbar sind. So beobachtet sie die Wechselwirkungen im Körper, z.B. im skelettalen und dem myofaszialen System, im Bereich der inneren Organe und im Nervensystem. Die Osteopathie macht sich die Mühe zu differenzieren, ob der Schmerz lokaler Ursache ist oder durch eine weit entfernte Struktur verursacht wird. Dabei spielt die „Wiederherstellung der Normalität“ eine zentrale Rolle.

Es gilt dem Körper seine ursprüngliche Kompensationsstärke zurückzugeben!

Im Folgenden wird klar wie unterschiedlich die Quellen für Kopfschmerzen und Migräne sein können. Es werden Beispiele aus verschiedenen medizinischen Bereichen angeführt. Es sind lediglich kurze Hinweise und Auszüge, sie haben keinen Anspruch auf Vollständigkeit.

Orthopädie

  • Die Verletzung des Steißbeins hat Auswirkungen auf die zusammenhängende Bindegewebsstruktur.
  • Fehlstellungen der Halswirbelsäule können Spannungskopfschmerzen verursachen.
    Hals-, Nasen-, Ohrenheilkunde
  • Chronische Stirnhöhlenentzündungen hinterlassen oft Schwellungen und morphologische Veränderungen des Gewebes.

Kinderheilkunde

Die Geburt kann starke Spannungsveränderungen besonders im Bereich des Köpfchens hinterlassen. Auch nach einer Zangengeburt bzw. dem Einsatz einer Saugglocke.

Zahnheilkunde

Kieferorthopädische Eingriffe haben spannungsverändernde Auswirkungen auf Gesichtsschädel und Kopf.

Augenheilkunde

Entzündung des Sehnerven und das Glaukom können Kopfschmerzen verursachen.

Gynäkologie

Im Zusammenhang mit der Menstruation und durch hormonelle Schwankungen.

Neurologie

Trigeminusneuralgie -> Entzündung des fünften Hirnnerven.

Innere Medizin

Gallensteine und die Gallensteinkolik.

Ernährungsstatus

Medikamenteninduzierte Kopfschmerzen, Nikotin und Alkoholabusus.

Psychologie

Psychische Belastung, Erschöpfung, Depression und Störung des Schlaf-, Wachrhythmus können negative Einflüsse beinhalten.

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Quelle

  • Verbandszeitschrift VOD (OSTEOpathie 2/2016), Autorin Meike Schulz
  • Eigene Erfahrungswerte
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